Nutzungsverhalten der jungen Deutschen im Internet hat sich 2006 grundsätzlich und tiefgreifend gewandelt
Die Web 2.0-Welle im Internet stellt die Art und Weise der Nutzung des Mediums total auf den Kopf. Dominierte in den vergangenen Jahren der passive Internetnutzer, der sich primär Inhalte aus dem Internet abruft/aneignet, so steht jetzt der aktive, kreative, gestaltende Internetnutzer im Vordergrund. “Die Mehrheit der Leute will jetzt das Internet aktiv mitgestalten, dort eigene Kreativentwürfe präsentieren und die kreativen Entwürfe anderer kennenlernen. Das Internet wandelt sich zu einem Medium, das Kreativität und den Austausch kreativer Eigenproduktionen stimuliert.” So der Studienleiter der neuesten Ausgabe der deutschen Jugendtrendstudie TIMESCOUT, Bernhard Heinzlmaier. Die Studie, die seit 2001 zweimal im Jahr vom Hamburger Marktforschungsinstitut tfactory durchgeführt wird, ist ein verlässlicher Seismograph für neue Entwicklungen im kulturellen Leben der jungen Konsumenten. Und hier die neuen Entwicklungen in Zahlen:
70% der 11- bis 29jährigen kennen die Plattformen Youtube und Myspace 50% von ihnen nutzen Youtube, 30% nutzen Myspace; 1/3 der Unter-20-jährigen hat eine eigene Homepage, ein weiteres Drittel stellt selbst produzierte Videos ins Netz, 1/5 betreibt einen eigenen Weblog.
Weitere 25% der Befragten würden eine eigenen Hompage betreiben und selbst Videos ins Netz stellen, würden ihnen dazu nicht die technischen Fähigkeiten und Möglichkeiten fehlen.
Interessant auch der Funktionswandel des Werbespots, der sich im Kontext der Web 2.0-Bewegung abzeichnet. Werbespots werden nun noch stärker als früher als Unterhaltung gesehen und fungieren verstärkt als künstlerische Sammelobjekte. Dies zeigt sich daran, dass 50% der 11- bis 29jährigen im Internet gezielt nach guten Spots suchen, sie an Freunde weiterversenden und sie sammeln.
Erstmalig wurde im Rahmen der Studie auch die Altersgruppe der 30- bis 39jährigen untersucht. Der Vergleich mit den Unter-30jährigen zeigt, dass die Älteren noch relativ wenig vom neuen Web 2.0 berührt sind. “Das Web 2.0 ist gegenwärtig noch eine richtige Jugendbewegung. Das nächste Jahr wird zeigen, ob und wie rasch der neue Trend auf die älteren Bevölkerungsschichten übergreift.”, so der Studienleiter Bernhard Heinzlmaier von tfactory.
Weitere Informationen zur Studie: Evelyn Nozsicska Philipp Ikrath tfactory Markt- und Meinungsforschung Albert-Schweitzer-Ring 14 22045 Hamburg Tel.: 040/37503444 E-Mail: trend@tfactory.com www.tfactory.com





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