Skyline of Richmond, Virginia
24. Juli 2008

Arcor öffnet SOHO-Geschäft für Online-Vertriebspartner

Arcor-ShopHändler werden - () und profitieren von erweitertem Produktportfolio im E- / Doppel-Flat-Paket zum Einstieg günstiger

Eschborn, 24. Juli 2008 – Ab sofort sind genau zwei Schritte nötig, um als Händler auch vom -Small Office/Home-Office-Geschäft zu profitieren: Eine Anmeldung als -- und anschließend die Platzierung eines -Banners auf der eigenen Webseite. Das Banner leitet Kunden in den -E- weiter, in dem sie passgenaue TK- und -Lösungen für ihr finden. Bei Abschluss eines Vertrags erhält der eine Vergütung.
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15. Mai 2007

3GNet erhält MIVA Qualitätssiegel für SEM

Nachdem die Münchner 3GNet bereits im vergangenen Jahr die - und -Zertifizierung des BVDW (als Kompetenznachweis für Suchmaschinenmarketing und Suchmaschinenoptimierung) erhalten hat, ist sie nun mit dem „MIVA-Expert“-Qualitätssiegel, das nur an ausgewählte - und -Agenturen vergeben wird, ausgezeichnet worden. (more…)

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23. Oktober 2006

Erfolgsfaktor Netzwerk: Vom nötigen Wandel der Unternehmen - Phantasie hinkt der Technologie hinterher

Vorabmeldung der Zeitschrift NeueNachricht (Herbstausgabe) zum Fokusthema “Dienstleistungsökonomie oder Industriekapitalismus?”

Bonn, 11. September 2006 - Dienstleistung ist ein Schlagwort der neuen Arbeitswelt, das andere heißt Netzwerkbildung. „Was mit der ersten industriellen Revolution und der Erfindung der Eisenbahn begann, hat alle Grenzen gesprengt. Die Mobilität hat sich bis in ihr Extrem gesteigert: Dank PC und kann der Mensch jeden Ort der Welt erreichen, ohne sich selbst zu bewegen.“ Das schrieb das Magazin Spiegel 1999. Längst der Einstieg in die digitale Ökonomie vollzogen. „Schon heute basiert ein großer Teil der Wertschöpfung auf Informationen, die digitalisierbar, nicht mehr an Orte gebunden sind.“ Und dieser Einstieg in die digitale Ökonomie hat Menschen und Märkte verändert, Ansprüche an und individueller gemacht, die kundenindividuelle Massenproduktion heißt „Mass Costumization“. Theodore Levitt von der Harvard School schrieb schon in den sechziger Jahren: Das Unternehmen „muss seinen Daseinszweck im Kaufakt des Kunden sehen.“

Dafür bedarf es nach Ansicht der US-Wissenschaftler Thomas W. Malone und Robert E. Laubacher vom amerikanischen MIT (Massachusets Institute of Technology) struktureller Veränderungen der Unternehmensorganisationen. Sie sehen die viel versprechende Möglichkeit in einem Netzwerk kleiner Firmen und Teams „die sich nur für die Zeit von gemeinsamen Projekten zusammenschließen.“ An die Stelle eines Unternehmens industrieller ägung tritt ein Netz von freischaffenden und weitgehend selbstbestimmten Arbeitskräften, die über die gesamte Welt verstreut und auf elektronischem Wege verbunden zusammenarbeiten. „Wir befinden uns in der Frühphase einer Entwicklung, die dem Menschen in der Arbeitswelt zu erheblich mehr Freiheit verhelfen wird. Das mag auf lange Sicht für das ebenso entscheidend sein, wie es auf politischer Ebene der Siegeszug der Demokratie “, so Malone. Er befasst sich in seinem Buch „The future of work“ mit der Frage, wie in diesem Gefüge Entscheidungsprozesse ablaufen, wie Mitarbeiter die notwendigen Fähigkeiten erlernen, wie Arbeitsabläufe abgestimmt werden können. In erster Linie geht es ihm darum, autoritäre, auf Befehl und Gehorsam beruhende Managementstrukturen aufzugeben. Denn diese unterdrückten Ideenreichtum und Motivation, die gerade in schnellen, wettbewerbsintensiven Märkten unverzichtbar seien. Am Ende steht ein großes Ziel: Er hält es für möglich, auf diesem Weg „das Beste zweier Welten zu vereinen”, nämlich die Synergievorteile großer Organisationen und die kreative Freiheit, Flexibilität und hohe Motivation der Mitarbeiter in kleinsten Unternehmen. Hierarchische Unternehmensformen fände man dann nur noch in Geschichtsbüchern.

Für Malone ist das das Beispiel für eine neue Netzwerkkultur schlechthin. Weder eine Institution, noch irgendein Unternehmen sei in der Lage, ein solches Netzwerk mit seinen Möglichkeiten wirklich zu steuern. „Das erwuchs aus den vereinten Anstrengungen seiner Nutzer – ohne jegliche zentrale Leitung“, schrieb Malone in der Zeitschrift Harvard Businessmanager schon Ende der 90er Jahre. Für ihn ist „das der größte Modellfall einer umfassend vernetzten Organisation, die bereits existiert.“ In einer von so genannten E-Lancern und Sohos (Small offices, home offices) beherrschten Ökonomie wandele sich auch die Rolle des Wirtschaftsmanagers: Die Arbeit und Funktionsweise einer nur für eine bestimmte Zeit existenten Organisation oder Firma werde durch Individuen koordiniert, „mit kaum einer oder gar keiner zentralen Leitung und Kontrolle.“ Der frühere Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Lothar Späth, der nach seinem Rücktritt die Jenoptik erfolgreich führte, gilt als einer der wenigen Wirtschaftskapitäne, die schon früh das Potenzial dieses Modells erkannt haben: „Netzwerke, insbesondere das sind Kernstücke der neuen Ökonomie. Diese Visualisierung betrifft alle Stufen der Wertschöpfungskette. Das von Netzwerken wird zum wesentlichen Erfolgsfaktor der unternehmerischen Entwicklung. Netzwerke verbinden Wissen, Menschen und Kapital.“ Organisationstheoretiker Malone entwirft vor dem Hintergrund einer Netzwerkökonomie ein Modell für die Autoindustrie der . Demnach könnten Konstrukteure „in der Lage sein, unabhängig zu arbeiten, weil sie Zugang zu höchst diffizilen fachlichen Verhaltensregeln haben. Diese Standards stellen sicher, dass die Entwürfe für einzelne Komponenten kompatibel mit dem Gesamtdesign des Fahrzeugs sind.“

„Das Unternehmen des 21. Jahrhunderts entwickele sich kontinuierlich zu einer weniger starren, demokratischeren Organisation. Trotz abgespeckter Organisation biete ein Netzwerkunternehmen kompletten . Malone vertritt die Ansicht, dass große Unternehmen durch diese neu gewonnene Freiheit nichts von ihren Größenvorteilen einbüßen, zusätzlich aber an Dynamik gewinnen und einen besseren persönlichen bieten können – Eigenschaften, die man früher nur von kleineren Unternehmen erwartet hätte. Aber auch sie gewinnen durch die technische Entwicklung. Denn auch ein kleines Unternehmen kann heute Informationen und Ressourcen nutzen, die früher nur größten Unternehmen offen standen. Allerdings erkennt er in den Chancen, die sich bieten, auch das Problem. Die meisten Bausteine wie Breitband-Netze, Standards für den Datenaustausch, Groupware, elektronische Bezahlverfahren, Gründerkredite stellen keine Herausforderung mehr dar. „Allein unsere Phantasie hinkt der Technologie hinterher. Für die meisten Menschen übersteigt eine vollständig neue Form des Wirtschaftens die Grenzen ihrer Vorstellungskraft.“ Sie kämen auch in Sachen Ökonomie mit einem zentralistischen Gedankenmodell daher. Daran krankt wohl auch der in politischen Sonntagsreden oft gepriesene und im Alltagshandeln vernachlässigte Mittelstand.

Das Magazin NeueNachricht erscheint vierteljährlich. Das Einzelheft kostet 8,20 Euro. Bestellungen per Fax unter: 0228 – 620 44 75, E-Mail: baerbel.goddon@sohn.de oder über die www.ne-na.de. Redaktionen erhalten Besprechungsexemplare kostenlos.

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